Symptom
Teammitglieder halten gezielt Informationen voneinander zurück, sichern sich intern per E-Mail-Verteiler ab und heben eigene Erfolge auf Kosten anderer hervor. Aufgaben werden als persönliches Territorium verteidigt. Kooperation wird als Schwäche ausgelegt, Fehler anderer werden subtil ausgeschlachtet, um die eigene Position in der Hierarchie zu stärken.
Ursache
Die unbewusste Botschaft
Ressourcen, Anerkennung und Sicherheit sind in diesem System extrem knapp. Wer nicht kämpft und andere aussticht, geht selbst unter.’ Die verdrängte Angst ist das Gefühl der eigenen Unzulänglichkeit und die Furcht vor der eigenen Austauschbarkeit im Konkurrenzkampf.
Intervention
Die Lernaufgabe
Transformation von einem Mangeldenken zu einer Fülle- und Synergie-Perspektive. Das System muss lernen, dass individueller Erfolg in einem komplexen Umfeld ohne kollektive Verbundenheit eine Illusion ist und wahre Stärke im Miteinander liegt.
Intervention / Integration
Um das Arena-Szenario aufzulösen, müssen alle Anreize für egoistisches Einzelkämpfertum unverzüglich abgeschafft und durch kollektive Zielsysteme ersetzt werden. 1. Radikale Umstellung der Zielvereinbarungen: Individuelle Boni und Einzel-KPIs werden komplett gestrichen. Belohnungen, Anerkennung und Leistungsbeurteilungen bemessen sich ab sofort zu 100 % am Gesamtergebnis des Teams. 2. Transparenz-Zwang bei Wissen: Das Vorenthalten von Informationen wird unmöglich gemacht, indem alle Dokumente, Codes und Kommunikationen in open-source-ähnlichen, für alle einsehbaren Team-Spaces abgelegt werden müssen. Wissensmonopole werden aktiv aufgebrochen. 3. Peer-Recognition Formate: Im Team wird ein wöchentliches Kudo-Ritual eingeführt, bei dem Teammitglieder sich gegenseitig öffentlich für Unterstützung und selbstlose Hilfe danken. Das System erfährt Schritt für Schritt, dass der Ellbogen isoliert, während Kooperation Sicherheit und Ansehen stiftet.
Passendes Angebot
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